No Translations


Keine Verbindung

Fotos und Pläne

KONZEPT:

SMS, Breitbandinternet, virtueller Datenverkehr, alles kein Problem. Aber was machen wir mit unserem Körper den es gelüstet in Bratislava oder Hainburg in ein Kaffeehaus zu gehn einen Stadtbummel zu machen, ein Konzert zu besuchen oder einfach mit Freunden face to face zu plaudern? Haben Sie kein Auto oder wollen Sie NICHT mit dem Auto fahren? Pech gehabt, keine Verbindung zwischen Hainburg und Bratislava.

(stimmt nicht ganz, hier eine Geschichte zur Erheiterung: es verkehrt stündlich ein Bus, betrieben von slowakischer Seite. Für die garantierte Personenbeförderung brauchen Sie eine Reservierung, sprich eine Karte im Voraus. Dazu müssen Sie dann entweder nach Wien oder nach Bratislava fahren um eine solche zu erhalten und ausserdem hält dieser Bus auch nur in Hainburg und dann erst wieder in Bratislava Busbahnhof)

Anders im Jahr 1914, hier spricht der NÖ Grenzbote im Februar von zwei Drähten, die Hainburg mit Wien und Bratislava verbinden. Der Lichtdraht der neuen elektrischen Beleuchtung und der Kraftdraht der neu eröffneten elektrischen Bahn. Wir nehmen mit diesem grenzüberschreitenden Projekt die Spuren der damaligen Verbindung durch diesen Kraftdraht wieder auf.

Die Stationen

Fahrplan 1916
Hainburg – Hainburg Ungartor – Wolfsthal – Berg – Ligetfalu guartelep Engerau – Liget (Aucafe) – Poszony Koronazasi dompter / Preßburg Krönungshügel

Diese 7 Stationen sollen in unterschiedlicher Art belebt und jeweils von einer Künstlerin / einem Künstler gestaltet werden.

Der Weg

Die Stationen Hainburg bis Wolfsthal sind aktiv, es ist die derzeitige Strecke der S7. Ab Wolfsthal gibt es ein sehr schönes Stück durch den Wald das gut mit Fahrrädern zu bewerkstelligen ist und diesbezüglich auch schon Gespräche mit dem Bürgermeister von Wolfsthal stattgefunden haben. Weiter geht es durch die Industriezone bis zur Grenze, welche der ehemaligen Station Berg entspricht, etwa da, wo heute die slowakische Grenzstelle ist. Eine Strecke für die es möglicherweise eine motorisierte Beförderung geben kann, bzw es ist zu schaffen den ehemaligen Gleisverlauf zu roden und einen Fahrradweg anzulegen.

Ab der Grenze ist es zumindest bis Engerau, heute Petrzalka, problematisch, da ein Stück Autobahn zu überqueren ist. Hier sind konkrete Nachforschungen der Möglichkeiten noch anzustellen. Ab Engerau verkehrt exakt auf der ehemaligen Strecke ein Bus, der dann auch benützt werden sollte.

Altes wird ausgegraben und Neues in Form von installativen Interventionen von KünstlerInnen geschaffen.

Der Zeitraum

Die Stationen sollten zumindest über einen Monat aktiv und deren Eröffnung mit der Eröffnung des neuen Kulturzentrums in Hainburg koordiniert sein, und somit auch einen Anreiz zum Besuch desselben bieten.

Kooperationspartner

Stadtmuseum Wienertor
zeigte 2004 eine Sonderausstellung zur Pressburgerbahn gemeinsam mit dem Stadtmuseum Bratislava, diese könnte z. B. im Raum am Personenbahnhof reaktiviert werden.

Villa Pannonica in Wolfsthal
zeigt Interesse sich innerhalb ihres Programms der Sommerspiele thematisch in unser Projekt einzuklinken. Die Villa liegt genau am Ende der S7 und am Beginn der ”wilden” Strecke, ein neuralgischer Punkt.

Industriellenvereinigung

Desweiteren zählen wir auf die Unterstützung der Gemeinden Hainburg, Wolfsthal und Berg und der Stadt Bratislava.

© IMA August 2006