Mini Oramics

Tom Richards

Die ursprüngliche Oramics Maschine, die sich in der Sammlung des Science Museum (London) befindet, und leider nicht mehr spielbar ist, ist ein elektro-optischer Sequenzer / Synthesizer, der von der Komponistin und Technikerin Daphne Oram Mitte der späten 1960er Jahre entwickelt wurde.

Im Rahmen eines PhD-Forschungsprojektes wurde ein späteres Design evaluiert, re-designed und gebaut. Oram nannte dieses spätere Design ‘Mini Oramics’ (ca. 1976). Ihre Absicht, das Gerät zu vereinfachen und verkleinern, war angesichts der Erfolge von Unternehmen wie Moog und EMS ein schlauer Gedanke. Leider war Oram, auf Grund mangelnder Investition, nicht in der Lage diese Maschine fertigzustellen. Der Bau eines funktionierenden Prototyps intendierte die Frage: “Was wäre, wenn es eine kommerziell produzierte Mini-Oramics-Maschine gegeben hätte?”

Dieser neue Prototyp wurde gebaut, um einen Einblick in die Möglichkeiten einer Oramics als Schnittstelle zu erlangen: zu erkundigen, ob die mühevolle Art der Programmierung einer solchen Maschine einen zusätzlichen Grad an Kompositionsnuancen gebracht hätte, verglichen mit anderen zur Verfügung stehenden Werkzeugen der frühen / Mitte 70er Jahre für die elektronische Musik. Es wird auch gehofft, dass KomponistInnen die Möglichkeit und Herausforderung erstmals seit 40 Jahren wieder mit Oramics zu arbeiten, annehmen. Der neue Mini-Oramics Prototyp wurde im April 2016 fertiggestellt.

Nach einem Einführungsvortrag können die TeilnehmerInnen an der Maschine arbeiten und ein kurzes Stück für Mini-Oramics komponieren. Anschließend werden sie auch gebeten, ein Feedback über die Möglichkeiten und Ergonomie der Oram-Schnittstelle zu geben.

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