Nicole Pruckermayrs Wahl der Werkzeuge

Ich verwende relativ viel PD und GEM, brauche da aber immer wieder Hilfe. Die Dinge, die ich gemeinsam mit Hannes erarbeitet habe sind fast alle damit gemacht. Er kennt sich supergut aus.

Was ich noch gerne mache ist elektro-basteln und schweißen.

In meinen Arbeiten verwende ich auch gerne, leider keine freie Software, Autocad (oder Vergleichbares) um 3d-Welten zu zaubern. Die kann ich dann in GEM importieren. Kompliziertere 3d-Körper kann man in GEM nicht gar so gut bearbeiten. Leider hab ich immer weniger zeit dafür.

Video-schneiden tu ich auch ganz gern – leider auch mit Premiere….
Sonst arbeite ich noch gern mit Audacity für die Klangbearbeitung.

Die weiter unten aufgefährten drei Arbeiten habe ich vorrangig deswegen ausgesucht, weil sie in unterschiedlichen personellen und auch in unterschiedlichen medialen Konstellationen stattgefunden haben. Ich verwende kein wirklich bevorzugtes Werkzeug. Natürlich gibt es Zeiten, in denen ich lieber ein spezielles Medium verwende, aber wenn ein Thema, welches mich gerade brennend interessiert ein anderes Medium ‘vorschlägt’, hat das Thema den Vorrang. Dazu kommt, dass unterschiedliche Personengruppen eigene Dynamiken entwickeln. Welche Beweggründe lassen welche Konstellationen bzw. welches Medium entstehen –
dazu ein Kurzstatement.

frauen< >arbeit< >alter<, 2002 Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm war ursprünglich als Werbefilm für und von ABZ Wien gewünscht. Ich hatte schon Erfahrung in der Arbeit mit Film/Video, aber vorrangig im experimentellen Bereich. Dokumentarfilm war/ist dies bis dato mein einziger. Gisela Hesser und ich haben uns erst im Zuge des Projekts kennengelernt. Innerhalb der Interviews wurde immer klarer, dass dies kein Werbefilm werden kann, sondern ein tiefergreifendes Problem zutage bringt. In Diskussionen zwischen Gisela Hesser, damals beim ABZ Wien beschäftigt, und mir entwickelten wir eine Form der Zusammenarbeit, die auch für die interviewten Frauen eine Bereicherung darstellen sollte. Trotzdem die Zusammenarbeit von äußeren Umständen abhängig war (Gisela war eben für diesen Bereich – den Werbefilm – zuständig), fanden wir eine sehr gute Basis und konnten ein, nicht nur für die beteiligten Frauen, sehr positives Projekt durchführen.

Ektoderme Wege, 2004
Performance
Nicole Pruckermayr
mit Unterstützung von IOhannes m zmölnig

Diese Arbeit war meine erste Performance, ein für mich völlig neues Medium. Die Wahl des Mediums ergab sich durch das Thema Raumerfahrung, Körperraumerfahrung. Die Arbeit war von mir konzipiert, aber durch meinen performativen Einsatz und den nicht zu verachtendenn großen programmiertechnischen Aufwand konnte ich nicht alles – wie geplant – alleine machen. Ich wählte als helping hand IOhannes m zmölnig, mit dem ich bereits viele
Projekte partnerschaftlich gemacht hatte, was wiederum eine Veränderung unseres Arbeitsgefüges bedeutete.

Strom OS, 2006
Installation
Nicole Pruckermayr, IOhannes m zmölnig

Dieses Projekt haben IOhannes m zmölnig und ich gemeinsam gemacht. Das Medium der Installation liegt uns beiden sehr. Unsere Aufgabenverteilung war ausgewogen und klar definiert, sicher auch durch das Medium bedingt. Programmiertechnische Aufgaben und Elektrobasteleien konnten wir uns sehr gut aufteilen. Die lange
Zusammenarbeit läßt manche Diskussionen zwar gar nicht aufkommen, dafür andere sehr wohl, was die Zusammenarbeit wiederum spannend macht.