Symposium Entfalten

18 12 2017 Medienwerkstatt Wien 11:00 – 19:00
Unkostenbeitrag € 20; Anmeldung unter office[at]ima.or.at

Vortragende:

Gaby Wijers
Strategische Bedeutung von Re-Interpretation für Medienkunst Mediation und Conservation

UNFOLD: mediation by reinterpretation ist ein Forschungsprojekt und ein kooperatives, internationales, interdisziplinäres Netzwerk, das Re-interpretation als neu entstehende Praxis für die künstlerische Produktion, Präsentation und Bewahrung von Medienkunstwerken untersucht.

Alexandra Schantl
„Reset“ versus „Remake“

Ausgehend von der Kunstsammlung des Landes Niederösterreich möchte ich anhand von konkreten Werkbeispielen zeitbasierter Medienkunstwerke die museale und kuratorische Praxis erörtern. In Anbetracht der Heterogenität der Sammlung wird dabei den vielfältigen Problemstellungen und der Frage nach den erforderlichen Ressourcen besonderes Augenmerk gelten. Nicht zuletzt sollen auch Aspekte der Konservierung und Restaurierung zur Diskussion gestellt werden.

Claudia Roeck

Dieser Vortrag befasst sich mit der Erhaltung eines computergenerierten Kunstwerks. Ich habe mich mit Erhaltungsstrategien auseinandergesetzt, die Werk-Re-interpretationen nur in einem engen Rahmen zulassen. Trotzdem stellen sich auch in diesem Rahmen Fragen zum Kern des Werks, insbesonders beim Einnehmen einer Langzeitperspektive.

Marlies Surtmann
Archiv in Bewegung. Performancekunst und ihre Weiterschreibung

Performancekunst arbeitet mit der Präsenz der Körper, sollte diese Kunstform nicht auch über die Körper erhalten, vermittelt und tradiert werden können? Braucht sie neben den medialen Übertragungen auch den physische Wissenstransfer? Die Übertragung eines vergangenen Ereignisses in die Gegenwart und Zukunft bleibt immer fragmentarisch. Kann die Re-interpretation als Begriff für die Archivierung dienlich sein, um auch Raum für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Original zulassen zu können? In diesem Redebeitrag gebe ich einen Einblick in Überlegungen und Versuche rund um das Archiv im Kunstraum Niederoesterreich.

Thomas Gorbach

Veronika Liebl

Ars Electronica verfügt über eines der weltweit umfangreichsten Archive zur digitalen Medienkunst der letzten 38 Jahre. Es umfasst ein Archiv mit Dokumentationen zum Ars Electronica Festival seit 1979, das Archiv des Prix Ars Electronica mit den Einreichungen der KünstlerInnen, sowie Dokumentationen zu Projekten des Ars Electronica Futurelab und zu Ausstellungen des Ars Electronica Center und Export. Ein Teil des gesamten Archivbestandes konnte bereits aufgearbeitet, digitalisiert und in das Online Archiv eingepflegt werden.

Claudia Slanar

Franziska Butze-Rios

Seit 35 Jahren sammelt die Kunstsammlung des Landes Niederösterreich Medienkunst und besitzt heute mehr als 300 Videos und Filme, Videoskulpturen und Installationen. Während Datenträger zunächst in Form von Magnetbändern wie U-Matic- und VHS-Kassetten vorlagen, wurden sie zunächst durch optische Träger wie CDs und DVDs und später durch elektronische Datenträger wie USB-Sticks abgelöst. Als Ergebnis der sich schnell ändernden Technologie und des schnellen Zerfalls der Materialien ist Medienkunst äußerst kurzlebig. Aufgrund der zunehmenden Dringlichkeit und des stetigen Wachstums der Sammlung wurde in den Jahren 2014-2016 ein Konservierungsprojekt durchgeführt. Es bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung des konservatorischen Umgangs mit der Medienkunstsammlung. Die einzelnen Schritte des Projektes und die Herausforderungen für die Restaurierungsabteilung werden in der Präsentation vorgestellt.

Axel Stockburger | “translation / read my lips”

Seppo Gründler | WHITEOUT

Elisabeth Schimana

Gerda Lampalzer

Richard Kriesche