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IMAfiction

2005 gründeten Andrea Sodomka und Elisabeth Schimana gemeinsam das IMA Institut für Medienarchäologie. Für IMA besteht ein eindeutig positiver Zusammenhang zwischen Technologie und Kunst von Frauen. Ob diese Kunst nun durch Bearbeitung über Geräte oder Programmierung von Computern hergestellt wird, ist nebensächlich. Dabei geht es in erster Linie darum, sich aktiv mit technologischen Entwicklungen auseinanderzusetzen.

IMAfiction ist die Porträtserie des Instituts, die Frauen gewidmet ist, die elektronische Kunst mit dem Fokus auf Klang schaffen.

In dieser DVD-Reihe von fünf österreichischen und fünf internationalen Künstlern wählten die meisten Künstlerinnen aus, von wem sie porträtiert werden wollten. Das Ergebnis sind Hommagen, die ästhetisch vielfältig, intim und erfrischend frei von konventionellen Einschränkungen des Filmformats sind.



Virginia Woolf schreibt in ihrem Essay von 1928 ”a room of ones own” über woman and fiction. Fiction wird hier sowohl als erzählende Literatur als auch die damit verbundenen Fiktivitäten der Personen über die es zu erzählen gilt, verstanden.

“Ich kann ihnen lediglich eine Meinung zu einer Nebensache anbieten – eine Frau muss Geld und ein eigenes Zimmer haben, um schreiben zu können; und das lässt, wie sie sehen werden, die große Frage nach der wahren Natur der Frau und der wahren Natur der Literatur unbeantwortet. Ich habe mich vor der Pflicht gedrückt, in diesen Bereichen zu Schlussfolgerungen zu kommen – Frauen und Literatur bleiben, soweit es mich angeht, ungelöste Probleme.”

“Ich brauche nicht zu sagen, dass Dinge, die ich gleich beschreiben werde, so nicht existieren; …”ich” ist nur ein zweckmäßiges Wort für jemanden, den es nicht wirklich gibt. Lügen werden von meinen Lippen fließen, aber es könnte ihnen vielleicht eine gewisse Wahrheit beigemischt sein; es ist an Ihnen, diese Wahrheit aufzuspüren und zu entscheiden, ob irgendein Teil davon bewahrenswert ist.” (Virginia Woolf)

Literatur kann für die Belange von IMA einfach mit Medienkunst oder technologische Kunst oder elektronische Kunst oder Computerkunst oder Sound Art oder Radiokunst oder….ausgetauscht werden. Der Kern der Sache ist ebenso aktuell wie 1928.