Pia Palme

© Maria Frodl

Die Komponistin Pia Palme beginnt ihre Arbeit, indem sie tief in sich und ihre Umgebung horcht. Mit offenem Ohr erforscht sie den gesellschaftliche Kontext ebenso wie ihre Gedanken und Gefühle. Ihre stets räumlich gedachten Partituren versteht sie als kartografische Darstellungen von Klangwelten. Sie komponiert für analoge, digitale und historische Instrumente und arbeitet sie mit unterschiedlichen Medien, Installationen und Video, sie improvisiert und schreibt Texte. Als künstlerische Forscherin erweitert sie ihre kompositorische Arbeit – im Zentrum bleibt das ‘Andere Ohr’ und der Fokus auf die Hörwahrnehmung. 2017 promovierte sie zum Doctor of Philosophy im Fach Komposition an der University of Huddersfield, UK. Die Körperlichkeit ihrer Praxis als Performerin – sie spielt die 2007 neu entworfenen Kueng Kontrabassblockflöte – und die elektronische Musik liefern ihr einen persönlichen Zugang zur Komposition. Pia Palme lebt in Wien; ausgezeichnet wurde sie u.a. mit Staatsstipendien für Komposition und dem Outstanding Artist Award der Republik Österreich, Förderung der Ernst-von-Siemens Stiftung, mit dem 2016 George-Butterworth-Prize (UK), und dem Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien.

www.piapalme.at